Was wirklich zählt im Leben: Meine Big Five for Life ™ nach John Strelecky

Inspiriert von meinem letzten Beitrag möchte ich heute über Herzenswünsche schreiben: Herzenswünsche, Träume und persönliche Lebensziele. Viele Afrikareisende haben den Wunsch, die afrikanischen „Big Five“ zu sehen: Löwe, Leopard, Rhinozeros, Elefant und Büffel. Dann haben sie das Gefühl, dass ihre Safari ein Erfolg war. Genauso können wir danach streben, unsere eigenen „Big Five“ zu erkennen, damit unser Leben ein Erfolg wird. Meine „Big Five for Life“ sind die fünf Dinge, die ich in meinem Leben am liebsten tun, sehen oder erleben möchte, bevor ich sterbe. Wenn ich diese fünf Dinge tue, sehe oder erlebe, werde ich mein Leben – hoffentlich – am Ende als ein „erfolgreiches“ Leben empfinden können, da es meiner ganz persönlichen Definition von Erfolg entspricht. Das Tolle ist: Ich kann den Erfolg meines Lebens damit selbst bestimmen, indem ich meine eigenen „Big Five“ erkenne.

“In unserer Seele gibt es einen Ort,
an dem wir unsere größten Wünsche aufbewahren.
Diese Wünsche sind unsere Big Five for Life.“

John Strelecky

Stell Dir vor, Du hättest die Freiheit, alles in Deinem Leben zu tun, was Du willst: Was wäre das? Was wäre, wenn Geld, Zeit und Fähigkeiten keine Rolle spielen würden und es keine Hindernisse gäbe? Welche fünf Dinge würdest Du gerne tun, sehen oder erleben, so dass Du auf Deinem Sterbebett das Gefühl hättest, Dein Leben erfolgreich – oder sinnhaft, gut, wie auch immer Du das umschreiben willst – gelebt zu haben? Wenn Dir das nicht weiterhilft, dann versuche es einfach andersherum: Denke doch mal an all die Dinge, die Du im Moment tust, die Dir aber keinen Spaß machen, vielleicht findest Du so heraus, was Du Dir wirklich wünschst. Vielleicht stellst Du fest, dass Du keine Lust mehr hast, in Deinem derzeitigen Job zu arbeiten, weil Du mehr Freizeit haben möchtest. Vielleicht würdest Du diese Freizeit gerne dazu nutzen, mehr Zeit in der Natur zu verbringen. Und wenn man Dich fragen würde, warum Du das tun möchtest, würdest Du möglicherweise sagen, dass Dir das am meisten Freude macht…

„Jeder unserer Big Five for Life beginnt mit einem Traum.
Und ein Traum ist nichts anderes, als eine mögliche Wirklichkeit,
die nur darauf wartet, dass sie stattfinden darf.“

Ma Ma Gombe („Safari des Lebens“)

Die Welt steckt voller Möglichkeiten. Die meisten Menschen lernen jedoch, ihre Träume zu unterdrücken, oder wissen einfach nicht, wie sie sie verwirklichen können. Hier können die eigenen „Big Five“ ein tolles Tool sein. Die Herausforderung dabei ist, sie zu erkennen und zu wissen, warum man sie erfüllen möchte. Wenn man die eigenen „Big Five“ kennt, ist es hilfreich, nach „Wers“ Ausschau zu halten. Hä, wer oder was sind denn „Wers“? „Wers“ sind Menschen, die das, was ich tun, sehen oder erleben will schon mal genau so oder ähnlich getan, gesehen oder erlebt haben. Vorbilder, wenn man so will. Anstatt zu fragen: „WIE gelingt es mir bloß, von dort, wo ich jetzt bin, dahin zu gelangen, wo ich hinmöchte?“, fragt man sich: „WER hat dieses Ziel bereits erreicht?“  Dann findet man heraus, was dieser „Wer“ getan hat und macht es ihm nach. Ich möchte zum Beispiel ein kleines Häuschen bauen, ganz mobil und autark , dann recherchiere ich, wer das schon mal gemacht hat und – wenn er denn noch lebt – frage ich ihn, wie ihm das gelungen ist. Im letzten Beitrag habe ich das Buch „Leinen los“ von Kerstin Hack empfohlen. Sie hat ein Hausboot gebaut. Nun will ich kein Hausboot bauen, aber so vieles von dem, was sie schreibt, motiviert auch mich, meinen Traum vom kleinen Haus zu realisieren. Ich würde sie jetzt zum Beispiel einfach mal anschreiben und  fragen, wie sie das gemacht hat. Muss ich jetzt in diesem Fall nicht, weil ich alle Antworten in ihrem Buch finde, aber wenn es das Buch nicht gäbe und mir jemand von ihr erzählen würde, könnte ich sie kontaktieren und fragen: „Wie hast Du das gemacht?“

Wenn ich mich stattdessen immer nur fragen: „Wie gelingt es mir, meine Ziele zu erreichen?“, stoße ich immer wieder auf Hindernisse. Jedes Hindernis ist wie ein Berg. Wenn ich den ersten Berg – das erste Hindernis – sehe, bin ich (noch) sehr motiviert und voller Energie, meinen „Big Five“ umzusetzen. Vielleicht verbringe ich Tage, Wochen oder sogar Jahre damit herauszufinden, wie ich diesen Berg am besten erklimmen kann. Wenn ich dann weiß wie, besteige ich den Berg, nur um dann zu erkennen, dass dahinter leider ein zweiter Berg liegt… Meine Begeisterung lässt schon etwas nach, aber ich setze alles daran, auch diesen Berg zu bezwingen. Und dann sehe ich dahinter den dritten Berg… nur ist dann keine Energie und auch keine Begeisterung mehr übrig. Und irgendwann auf diesem beschwerlichen Weg gebe ich auf… John Strelecky beschreibt das in seinen Büchern als die „Wie-geht-das-Krankheit“.

Wenn ich aber danach schaue, WER das, was ich tun, sehen und erleben will, schon mal gemacht hat, weiß ich, es ist möglich! Und wenn ich mir an ihm/ihr ein Beispiel nehme, seine/ihre Handlungsweise nachahme, muss ich die Berge – die Hindernisse – nicht mehr mühsam erklimmen, muss manche „Fehler“ vielleicht gar nicht erst machen. Man muss nicht immer das Rad neu erfinden… Man darf sich durchaus von den Erfolgen anderer inspirieren lassen, denn es zeigt mir: Es ist kein unerreichbarer Traum, es ist MACHBAR! Es gab schon mal jemanden, der hat das GEMACHT… und warum sollte ich es dann nicht auch können? Und wenn ich dann erfolgreich bin, und meinen Herzenswunsch realisiert habe, dann bin ich wieder ein „Wer“ für andere. Mit jedem Erfolg gibt es mehr „Wers“ auf der Welt, die Menschen dabei helfen, in ihrem Leben zu tun, was ihnen wichtig ist. Ist das nicht toll?

Manchmal ist das Leben kein einfacher Pfad.
Aber es bedeutet nicht, dass wir aufhören sollten, uns vorwärtszubewegen.
Mit jedem Schritt nach vorne werden wir stärker,
und wir werden schwächer,
wenn wir uns überhaupt nicht von der Stelle rühren.“
Ma Ma Gombe („Safari des Lebens“)

John Streleckys Tipp, Schritt für Schritt den Weg der eigenen „Big Five“ weiterzugehen, lautet: Erzähle anderen, was Du in der letzten Zeit unternommen hast, um Deine „Big Fife for Life“ zu verwirklichen. Und stelle am Ende die Frage, ob sie Dir bei der Verwirklichung Deiner „Big Five“ helfen können. Bitte die Menschen, Dir zu helfen, den besten Weg zu finden – es öffnet Dir die Augen für neue Möglichkeiten. Und genau das tue ich heute – ich erzähle Dir von meinen „Big Five for Life“ und von dem, was ich bisher unternommen habe, um sie zu verwirklichen. Und wenn Du nach dem Lesen meiner „Big Five“ das Gefühl hast, dass Du mir bei dem einen oder anderen Herzenswunsch weiterhelfen kannst, oder wenn Du jemanden kennst, der in der Lage wäre, mir dabei zu helfen, meine „Big Five“ zu erfüllen, schreib mir gern per E-Mail Deinen Ideen und Anregungen (oder einfach ganz allgemein Deine  Gedanken dazu):

Nr. 1 – Bühne(n)leben: Menschen von meinen Träumen erzählen und ihnen Mut machen, ihre zu verwirklichen
Ich will in diesem Leben auf jeden Fall noch meine Bühne finden! Schon als Kind stand ich gern im Rampenlicht von Familienfeiern und habe „dreckige“ Witze der Erwachsenen erzählt, die ich nicht verstanden habe und konnte ganze „Hannilein“-Kassetten zum Besten geben. Ich fand es toll, wenn ich andere zum Lachen bringen konnte. Und ich finde es immer noch toll! Ich weiß, dass ich das gut kann. Und am besten kann ich Menschen lachend zum Nachdenken bringen. Mein Traum ist, andere zu inspirieren, zu begeistern für die Vision einer „besseren“ Welt. Ich tue das schon, im Kleinen, z.B. mit meinem Blog. Aber wo ist die richtige Bühne meines Lebens? Ich habe seit einiger Zeit ein Bild im Kopf: Ich fahre mit einer ausklappbaren Bühne von Stadt zu Stadt und erzähle den Menschen auf dem Marktplatz, was mich bewegt. Wie im alten Griechenland… Nur: Wer bin ich denn schon? Was habe ich schon zu erzählen, was andere interessieren könnte? Aber Vielleicht kannst Du mir helfen, MEINE Bühne zu finden? Vielleicht hast Du eine Idee, wie ich meine Bühne „bauen“ kann?

Nr. 2 – Einfach sein: In und mit der Natur leben
Als Kind träumte ich davon, auf einem riesigen alten Bauernhof, mit anderen zusammen als Selbstversorger zu leben. Ich habe Bücher gelesen, wie man Wolle selbst spinnt, Brot selbst backt, mit Pflanzen Stoffe färbt und Möbel selber baut. Das einfache Leben der Menschen in früheren Zeiten hat mich immer schon angesprochen. Im Freilichtmuseum in Detmold habe ich mir immer vorgestellt, wie es wohl war, in so einem großen Bauernhaus mit offener Feuerstelle direkt neben dem Stall zu leben. Heute ist diese Sehnsucht nach Einfachheit, einem einfachen, aber guten Leben wieder ganz stark in mir. Ich möchte die Zeit nicht zurückdrehen, aber moderne Technologien nutzen, das einfache und das auf das Wesentliche reduzierte Leben wieder attraktiv zu machen. Gern bin ich hier Pionierin, die in ihrem kleinen Musterhäuschen lebt und den Menschen zeigt, wie Technik und die Annehmlichkeiten (Waschmaschine und Heizung!) der modernen Welt zusammen gehen können mit einem maßvollen, angemessenem Leben, ohne die Natur und andere Menschen auszubeuten. Ich liebe es minimalistisch, und zu den großen Zielen in meinem Leben gehört es, nur Dinge um mich zu haben, die ich aktiv gebrauche oder aufgrund ihrer Ästhetik oder Geschichte liebe. Ich träume von meinem kleinen Haus mit großer Glastür, ohne viel Krimskrams, um direkter als ich es heute tue, mit und in der Natur zu leben, mit dem Rhythmus der  Tageszeiten und der Jahreszeiten.  Wenn Du einen Ort kennst, an dem ein solches Leben möglich ist, dann schreib mir gerne!

Nr. 3 – Abenteuer suchen:  Ein Haus bauen, Gleitschirmfliegen und allein im Wald schlafen
Ich brauche einfach immer wieder neue Herausforderungen – kleine oder große -, um mich lebendig zu fühlen. Einfach so vor mich hinleben, jeden Tag ins Büro gehen, immer dieselben Leute treffen, immer dasselbe tun: Laaaaaaaaannnnnnnnnngweilig! Ich merke immer mehr: Es gibt Dinge, die ich total gut kann, die ich aber nicht mehr machen will… Ich kann super Veranstaltungen organisieren. Das habe ich schon oft gemacht in meinem Leben. Aber es macht mir einfach keinen Spaß! Ich möchte – privat wie beruflich – einfach immer wieder neue Dinge ausprobieren, lernen und erleben. Ganz konkret habe ich drei Ziele, die ich im nächsten  Jahr unbedingt umsetzen will: Ich will mit meinem Haus-Projekt weiterkommen, ich will die A-Lizenz im Gleitschirmfliegen erwerben und ich will allein im Wald schlafen. Das werden – hoffentlich – nicht die letzten Abenteuer in meinem Leben sein, ich hab noch andere kleine und große Träume, die ich mir erfüllen will: Nordlichter im Winter in Lappland sehen, Wölfe in freier Wildbahn erleben, Deutschland von Nord nach Süd von West nach Ost durchwandern, eine Trommel bauen, einen Waldgarten anlegen…  es gibt so viel, was das Leben noch für mich bereit hält! Und: Ich muss ja nicht all meine Träume allein in die Tat umsetzen. Wenn Du mich bei dem ein oder anderen Herzenswunsch begleiten magst, weil es vielleicht auch Dein Traum ist, lass es mich wissen!

Nr. 4 – Tiny House bauen: Mein kleines Holzhaus bauen und Gemeinschaft leben
Ich träume davon, mir ein eigenes kleines – tiny – Haus aus Holz zu bauen, das so immobil wie nötig und so mobil wie möglich ist. Warum ist mir das so wichtig? Das hat viele Gründe:

  • Ich möchte raus aus der Stadt – Frische Luft, Ruhe und Natur
  • Ich möchte mein eigenes Reich – Mein eigenes kleines Häuschen
  • Ich möchte frei sein – Gehen können, wohin mein Herz mich zieht
  • Ich möchte einfach leben – Aufs Wesentliche reduziert
  • Ich möchte gesund leben – mit Holz und anderen natürlichen Materialien ohne Chemie
  • Ich möchte nachhaltig leben – Autark von Strom-, Wasser-, Abwasser-Anschlüssen

Ich wollte schon als Kind so leben wie Peter Lustig in „Löwenzahn“: Mein eigenes Reich, aufs Wesentliche reduziert, ohne viel Kram, verbunden mit der Natur. Und doch wollte ich nicht allein irgendwo im nirgendwo als Eremitin hausen. Ich wollte immer schon in Gemeinschaft leben, mit anderen Menschen. Mein Traum ist heute ein „Haufendorf“: Ein Platz, an dem ein paar Menschen (nicht zu viele – dann wird es kompliziert…) miteinander leben. Am besten jede/r in ihrem/seinem eigenen kleinen Häuschen. Mit einem Gemeinschaftshaus mit großer Küche zum gemeinsamen kochen und feiern sowie anderen Dingen, die man wunderbar teilen kann: Werkzeug, Raclette-Grill, Bücher… Und mein kleines Haus ist mein Rückzugsort, an dem ich einfach ich sein kann, ohne von anderen belästigt zu werden noch andere mit mir zu belästigen. Wie das Häuschen aussehen soll, das weiß ich schon, aber: Wo soll es stehen? Wenn Du solch einen Ort kennst oder Bock hast, selbst in einer solchen Form von Gemeinschaft zu leben, dann schreib mir schnell! Vielleicht können wir uns gemeinsam auf den Weg machen…

Nr. 5 – Sterben lernen: Menschen in ihrer letzten Lebensphase begleiten
Am vergangenen Donnerstag ging meine Ausbildung zur ehrenamtlichen Hospizhelferin zu Ende. Ein halbes Jahr lang habe ich gelernt, wie ich alte und schwerkranke Menschen in ihrer letzten Lebensphase – dem Sterben – begleiten kann. Warum tue ich das? Ich habe viele Gründe, aber der wichtigste: Ich habe durch Erfahrungen in der Vergangenheit gelernt, dass ich das gut kann, Menschen in Krisenzeiten und Notsituationen zu begleiten und zu unterstützen, ihnen Halt zu geben, wenn in ihrem Leben gerade alles wegbricht. Das gibt mir merkwürdiger Weise Kraft und fällt mir leicht. Meine erste Sterbebegleitung habe ich schon erleben dürfen – diese Erfahrung hat mir bestätigt, dass es richtig war und ist, mich hier zu engagieren. Allerdings machen es mir die äußeren Umstände nicht so leicht, mich hier so ins Leben einzubringen, wie ich es gerne tun würde. Ich muss arbeiten und Geld verdienen, da bleibt nicht so viel Zeit fürs Ehrenamt… Im nächsten Jahr möchte ich eine weitere Fortbildung zur Trauerbegleiterin dranhängen und ich hänge an der Idee, eine Ausbildung zur freien Trauerrednerin zu machen… Es wäre schön, nicht immer zwischen Ehrenamt und Erwerbsarbeit trennen zu müssen. Hier wäre mein großer Traum ein bedingungsloses Grundeinkommen, aber bis es soweit ist und DIESER Traum wahr wird, hoffe ich auf eine andere Möglichkeit, beides verbinden zu können. Vielleicht hast Du eine Idee, auf die ich selbst noch nicht gekommen bin?

„Wir können uns dafür entscheiden, aus einem bestimmten Grund zu existieren,
zum Beispiel, um unsere Big Five for Life zu erfüllen.
Und in diesem Fall hilft das Universum uns stets, auf unserem Weg voranzukommen.
Wir können uns aber auch entscheiden, nur zu existieren,
ohne uns weiter Gedanken darüber zu machen.
Wir haben selbst die Wahl.“
Ma Ma Gombe („Safari des Lebens“)

Mein „Zweck der Existenz“ – Warum bin ich hier?
Zu den „Big Five for Life“ gesellt John Strelecky noch den „Zweck der Existenz“, der übergeordnete Sinn meines Lebens: „Was ist meine Aufgabe in dieser Welt?“ Mein ganz persönlicher Zweck der Existenz ist, Inspiration zu sein für andere, all das, was ich kann und weiß der Welt zu schenken und andere damit „anzustecken“, mit dem Ziel, die Welt zu einem „besseren“ – weil „schöneren“ Ort zu machen. Ich weiß so viel über das, was in unserer Welt „schief“ läuft, über den „Müll“ in dieser Welt – und: wie man es vielleicht Babyschritt für Babyschritt besser machen kann. Meine Aufgabe ist es, den Finger in die Wunden zu legen, den Menschen den Müll zu zeigen – und: ihnen zu zeigen, wie es auch anders gehen kann. Meine Aufgabe ist es, Beispiel zu sein. Damit mache ich mir nicht immer Freunde. Es ist halt oft nicht so toll, in den Spiegel für das eigene Verhalten zu schauen und die eigene Verantwortung an all dem zu sehen, was auf der Welt passiert. Natürlich kann niemand allein die ganze Welt retten und wenn ich nun aufhöre, Shampoo in Plastikflaschen zu kaufen und stattdessen ein Stück unverpackte Haarseife benutze, wird das den riesigen Plastikmüllberg, den wir für die nachfolgenden Generationen als „Geschenk“ vor uns herschieben auch nicht wesentlich kleiner machen. Aber: es ist ein kleiner Schritt, der JETZT für mich machbar ist und für den ich auf nichts verzichten muss. Also, warum ihn nicht gehen? Es ist MEIN Beitrag für die Welt und auch der bewirkt etwas. Und dann mache ich den nächsten kleinen Schritt und verbanne vielleicht die Frischhaltefolie aus meinem Haushalt und nutze in Bienenwachs getränkte Baumwolltücher (gibt’s mittlerweile auch vegan…), um meine Reste vom Abendessen im Kühlschrank abzudecken. Und so weiter, immer weiter in kleinen Schritten. Das ist, was ich tue. Und das ist, womit ich schon einige Menschen in meinem Umfeld „angesteckt“ habe. Manche benutzen auch nur noch feste Seife zum Duschen und Haare waschen, weil ich mal davon erzählt habe; manche benutzen zum Einkaufen nur noch Gemüse-Netze statt die dünnen Plastiktüten in der Gemüseabteilung im Supermarkt; wieder andere haben eine Bio-Kiste im Abo bestellt, weil ich so begeistert davon erzählt habe… Und schon bin ich es nicht nur alleine, die einen kleinen Schritt gemacht hat, schon sind es 5, 6, 7 Leute – und auch die „infizieren“ wieder andere. Ja, das ist MEIN „Zweck der Existenz“, darum bin ich hier: Ich verschenke all mein Wissen an die Welt und inspiriere andere. Einfach durch das, was ich tue. Und was ist der Sinn für mich? Warum gibt das meinem Leben Sinn? Weil ich so gern die Schönheit dieser Welt erhalten will… Seit meinem Gleitschirmflug über den Baumwipfeln der Rhön, seit meinem Spaziergang vor ein paar Tagen durch den verregneten Taunus, noch mal mehr. DAS ist es, wofür ich lebe, aus ganzer Seele: Die Schönheit dieser Welt zu erhalten. Und es ist meine Aufgabe, andere dafür zu begeistern. Weil es das ist, was ich gut kann…

Aber: „Manchmal reicht es nicht, sich für etwas NUR zu entscheiden. Das Universum HÖRT nicht nur zu. Nein, es HÖRT UND SIEHT.  […] Es ist gut, das Universum um Hilfe zu bitten, während wir unsere Big Five for Life erfüllen, aber wir müssen dem Universum auch zeigen, wie viel sie uns bedeuten. Und das tun wir, indem wir aktiv zu unserem Erfolg beitragen“, schreibt John Strelecky. Ich versuche aktiv zum Erfolg meiner „Big Five“ beizutragen, indem ich sie mit diesem Beitrag in die Welt schicke. Um dem Leben zu zeigen, wie wichtig sie mir sind. Und damit dem Universum – und Dir, liebe Leserin, lieber Leser – die Möglichkeit zu gebe, mich bei der Verwirklichung meiner Herzenswünsche zu unterstützen. Und dann? Bleibt mir nichts zu tun, als das Universum gewähren zu lassen:

„Wenn man im Leben einer Herausforderung gegenübersteht und alles getan hat,
was man konnte, um sie zu bewältigen,
dann muss man sich davon lösen, was als Nächstes passiert.
Es bringt nichts, sich Gedanken darüber zu machen,
was in der Zukunft passieren könnte.
Und es bringt ebenso wenig, sich den Kopf darüber zu zerbrechen,
was man in der Vergangenheit getan hat.
In solchen Momenten – diesem Moment –
muss man einfach da sein und das Universum gewähren lassen.“

Ma Ma Gombe („Safari des Lebens“)

 

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