Der Stand der Dinge – oder: Was macht eigentlich mein kleines Haus?

Wie steht es eigentlich um mein kleines Häuschen? In den letzten Wochen habe ich einiges unternommen, um mir klarer zu werden, wie es denn genau aussehen und wo es stehen soll. Ende Oktober hatte ich mir ja den Wohlwagen XL in der Nähe von Lüneburg angeschaut und war – und bin – ganz begeistert! Der Grundriss ist genau meins! Offen und hell und multifunktional nutzbar. So soll es werden, mein Haus! Das spannende ist, es entspricht genau meinem Visionsbild, dass ich schon so lange (seit dem Jahresprozess im Jahr 2015) habe und das immer konkreter wird. Zu Beginn war es das Bild einer alten Scheune mit weitgeöffneten Flügeltüren. Darin: (m)ein Raum der Möglichkeiten. Das hieß in dem Fall: viele Möglichkeiten, kreativ  – schöpferisch – tätig zu werden. Es gab da eine Werkbank, eine Staffelei, eine gemütliche Sitzecke… Und ich mittendrin am werkeln, ganz für mich, in meinem ganz eigenen Flow. Die Tür stand offen und es kamen immer mal wieder Menschen rein und gingen auch wieder. Wichtig ist bei diesem Bild: Wenn die Tür offensteht, sind alle herzlich willkommen, wenn sie geschlossen ist, dann will ich für mich sein. In diesem Bild war alles so hell und lichtdurchflutet und ruhig, obwohl geschäftig. DAS ist mein Raum der Möglichkeiten! Immer wieder in Kontexten, wo es um die eigene – meine eigene – Vision geht, erscheint dieses Bild als Visualisierung vor meinem Auge. Lange habe ich überlegt, wo ich denn genau diese Scheune finden kann. Mittlerweile ist mir natürlich klar, dass dieses Bild ja nur ein Symbol ist, und viel wichtiger ist die Energie, die dieses Bild für mich ausstrahlt: in Ruhe sein, in Frieden sein mit mir und der Welt, „mein Ding“ zu machen, tun zu können, was ich will, frei zu sein, für mich zu sein, mit der Möglichkeit zum Austausch mit anderen, kreativ zu sein, schöpferisch zu sein…Wenn ich dieses Bild vor meinem inneren Auge erscheinen lasse, bin ich sofort in dieser Stimmung, in dieser Energie. Und in mir ist sofort alles ruhig und friedlich, so wie „nach Hause kommen“…

So, und was mache ich jetzt mit dieser Vision? Es ist schön, in dieser Energie zu sein, weil es mir dann gut geht. Und was noch? Meine Vision ist nicht mein Ziel! Meine Vision trägt mich jedoch zum Ziel. Sie ist meine geistige Schöpfungskraft, ist Impulsgeber für mich, die Energiequelle, die mich antreibt, mir Kraft gibt und die mich trägt hin zum Erreichen meines Ziels. Und was ist jetzt mein Ziel, worin unterscheidet sich das von meiner Vision? Meine VVISION ist, mir einen „Raum der Möglichkeiten“ zu erschaffen. Mein ZIEL ist das Häuschen, mit dem ich diese Vision konkret umsetzen kann. Das Häuschen ist ja nur die Form, die ich gewählt habe, um meine Vision, meinen Traum zu leben. Der Kern des Traumes ist ja nie nur ein einziges Ding, es gibt immer mehr als einen Weg. Und meiner hat momentan die Form meines Häuschens. Wichtig ist, dass man überprüft, ob man in dem, wovon man träumt, tatsächlich Sinn findet und ob es den eigenen Fähigkeiten entspricht.

Ich überprüfe das, indem ich mich immer wieder in meine Visionsenergie begebe. Ich tue dies oft beim Laufen in der Natur. Dann stelle ich mir vor, wie ich den heutigen Tag wohl in meinem kleinen Häuschen verbringen würde. Durch diese regelmäßige Visualisierung meines Ziels wird dieser Traum vom kleinen Haus immer realer. Es fühlt sich oft so an, als ob es schon so ist. Wirklich Faszinierend. In meiner Visualisierung wache ich früh morgens auf und begrüße den Tag mit Freude. Ich male mir diesen Tag dann sehr detailreich aus, und spannender Weise erkennen ich mittlerweile über die vielen Wochen, die ich dies schon tue, dass vieles sich wiederholt. Der Tag teilt sich immer in zwei Teile. Am Vormittag bin ich ganz für mich, arbeite konzentriert an dem, was ansteht. Das kann am Schreibtisch sein, das kann aber auch mal der Hausputz sein. Dann ist die Tür meines Häuschens  zu, als Zeichen für mögliche Besucher*innen, dass ich bitte für mich sein möchte. Am Nachmittag öffne ich in meiner Vorstellung die Tür und oft kommen Leute. Nicht nur privat. Ich kann mir gut vorstellen, diesen meinen kleinen eigenen „Raum der Möglichkeiten“ auch für die Arbeit in kleinen Gruppen zu nutzen. Das ist ja das Tolle an so einem Multifunktionsraum.

Vom Grundriss her wird mein Häuschen einen großen Bereich in der Mitte haben, den man durch eine große Flügeltür betritt. Dort steht ein großer Tisch. Links vom Eingang wird es einen kleinen Wohnbereich geben, mit einer Sitzecke. Daneben die offene Küche. Gegenüber, auf der rechten Seite des großen Bereichs in der Mitte, befindet sich der Schlafbereich mit einem wegzuklappenden Bett und der Arbeitsbereich mit einem klappbaren Schreibtisch. Ist beides – Bett und Schreibtisch – weggeklappt, entsteht ein einziger großer Raum, der wunderbar für den Austausch mit Gruppen genutzt werden kann. Das ist mein „Raum der Möglichkeiten“. Wenn ich mir das visualisiere, dann bin ich sofort in meiner Visionsenergie aus dem Visionsbild meines „Raums der Möglichkeiten“. Mein kleines Häuschen ist die Form, in der meine Vision sich ausdrücken und Realität werden kann. Das erfüllt mich mit so viel Freude, Ruhe und Frieden. Und ja, es fühlt sich nach ganz viel Sinn an und Raum, meine Fähigkeiten ganz in meinem Sinne zu leben…

Also MUSS dieses Häuschen in die Welt! Es schreit in mir förmlich danach! Und Schritt für Schritt gehe ich den Weg weiter. Nun weiß ich also, wie der Grundriss sein soll (siehe unter „Links“: Wohlwagen XL – Bilder und Grundriss). Aber das Thema „Holz100“ ist noch nicht abgehakt. Den Wohlwagen in Holz100 zu bauen, das wäre der absolute Knaller! Und darum war ich im November auch bei Thomas Scheimer vom „Zinipi“. Dort habe ich ihm den Grundriss vom Wohlwagen gezeigt und wir haben getüftelt, ob und wie wir so etwas Ähnliches vom Raumgefühl auch mit der Holz100-Mobilie hinbekommen könnten. Er sagt: es geht! Juchhu! Im Detail muss dies natürlich noch durchgeplant werden, aber es wird immer konkreter, wie das Häuschen aussehen soll. Theoretisch könnten wir mit der weiteren Planung und der Umsetzung auch schon beginnen. Aber…

Ich weiß ja immer noch nicht, wo das Häuschen stehen soll! Diese Frage treibt mich um. Anfang November habe ich ein Grundstück im Taunus entdeckt, das so perfekt passen würde… Aber: Es ist zu teuer. Die Preise im Taunus sind extrem und ein Grundstück mit 1.700qm Fläche hat halt seinen Preis… und zwar einen, der mein Budget deutlich übersteigt. Aus der Traum. Dabei hat das Grundstück alles, was ich mir wünsche: es liegt in einem ehemaligen Wochenendgebiet. Direkt am Wald. Unfassbar ruhig, mit Nachbarn, aber nicht zu nah. Mit altem Baumbestand und viel Platz für meinen naturnahen Gräsergarten… Ja, wenn der Preis nicht wäre. Die Maklerin ist ganz begeistert von meiner Idee und möchte mich gern unterstützen:  „Träume sollten leben… mal sehen was geschieht“, schreibt sie mir in einer Mail. Mir kommt die Idee, einfach 2 oder 3 kleine Häuschen auf das Grundstück zu stellen, dann ist es für mich allein nicht so teuer. Dies muss mit dem Bauamt abgestimmt werden. Also fahre ich zum Bauamt der Gemeinde. Dort sagt mir die freundliche Mitarbeiterin, dass dies letztendlich der Hochtaunuskreis entscheidet. Da will ich aber nicht unvorbereitet erscheinen. So suche ich im Internet nach einem Architekturbüro aus der Region, das die Chancen beim Kreis durch eigene Erfahrungen gut einschätzen kann. Und ich werde fündig! Eine Architektin, die auch Interesse hat am ökologischen Bauen mit Holz! Auch sie findet meine Idee toll und will mich gerne bei der Bauvoranfrage unterstützen. Wir entwickeln ein Konzept und stellen dies bei den entsprechenden Stellen vor. Auf Grund der fortgeschrittenen Zeit im Jahr wird dies aber erst 2019 geschehen, aber immerhin, zwei Unterstützerinnen habe ich schon mal.

An dieser Stelle noch mal die Anmerkung, dass jede*r, der/die diesen Blog liest, und irgendwie eine Idee hat, wie ich meinen Traum umsetzen und meine Vision leben kann, ganz herzlich eingeladen ist, seine/ihre Gedanken mit mir zu teilen! Egal, ob es ein Link ist, der Kontakt zu jemandem, der jemanden kennt oder auch ein konkretes Grundstück, Leute, die einen Stellplatz zu vergeben haben, Leute, die auch ein kleines Haus bauen wollen, alle Ideen sind willkommen!

So ist nun aktuell der Stand der Dinge. Ich bleibe weiter am Ball, lade mich regelmäßig mit meiner Visionsenergie auf und vertraue dem Leben, das es mich schon unterstützen wird. Also spiele ich weiter Lotto und fahre über Weihnachten erst mal ein paar Tage in ein Baumhaus aus massivem Holz im Ammerland, mitten im Wald, wo sich Hase und Igel „Gute Nacht“ sagen, um wieder ein kleines Stückchen mehr ein Gefühl zu bekommen, wie es sein könnte, irgendwann in meinem kleinen Häuschen aus Holz iregndwo in der Natur zu leben.

„In welcher Phase der Vision ein Visionär sich befindet,
erkennt man an den Kommentaren seiner Mitmenschen.
Phase eins: Du bist verrückt!“
Kerstin Hack („Leinen los“)

Links
Wohlwagen XL – Bilder und Grundriss
Zinipi – Klein, kompakt und alles drin
Holz100-Mobilie – Das modulare System